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Autohaus: E-Mobilität wird große Herausforderung

Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill besucht Autohaus Huttel + Groß GmbH

Foto 1 (Lahn-Dill-Kreis): v. l. n. r: Erster Kreisbeigeordneter Roland Esch, IHK-Hauptgeschäftsführer Burghard Loewe, Bürgermeister d. Stadt Wetzlar Dr. Andreas Viertelhausen, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Angelika Berber, Bildungscoach GWAB Aline Heckmann, Landrat Wolfgang Schuster, Leiter d. Wirtschaftsförderung Wetzlar Rainer Dietrich, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Sebastian Hoffmanns, Stov. Leiter Handwerkskammer Wiesbaden Manfred Weber, Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke, Ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter Wolfram Dette, Katja Groß, Andreas Groß

Foto 2 (Lahn-Dill-Kreis): Die Wirtschaftsdelegation besichtigt die Werkstatt des Autohauses im Gewerbegebiet Dill Feld Wetzlar.

Foto 3 (Lahn-Dill-Kreis): Hier werden Autos nicht nur verkauft, sondern auch TÜV-geprüft und repariert.

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Seit über 25 Jahren gibt es das Autohaus Huttel + Groß GmbH in der Lahn-Dill-Region – am 10. Dezember 2019 hat die Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill das Unternehmen im Wetzlarer Autopark Dillfeld besucht. Dabei kam vor allem die aktuelle Lage der Automobilbranche, die kommende Konjunktur für E-Autos und der Mangel an Auszubildenden zur Sprache.

Das Unternehmen sei das wohl ‚italienischste Autohaus‘ der Region, scherzte Geschäftsführer Andreas Groß bei seiner Begrüßung. Italienisch ist es, denn das Autohaus versorgt Privat- und Firmenkunden mit den passenden PKWs, Kleintransportern und Pritschenwagen der Marke Fiat. Mit dem Besuch des Autohauses legte die Wirtschaftsdelegation ihr Augenmerk auf das KFZ Handwerk, das als jüngstes Handwerk gleichzeitig eines der prägendsten Symbole der deutschen Wirtschaft darstellt. „Ohne die Automobilindustrie wäre die deutsche Wirtschaft nicht da wo sie heute ist“, begrüßte der Kreisbeigeordnete Wolfram Dette die Gäste der Wirtschaftsdelegation, fügte aber hinzu: „wir möchten die Gelegenheit heute nutzen, um die aktuelle Lage, Sorgen und Hoffnungen dieser Branche kennenzulernen.“

Andreas Groß und seine Frau Katja Groß führen das Autohaus gemeinsam. Sie zeigten den Gästen den Fuhrpark und gaben einen Blick in die Zukunft des Verkaufs. In den nächsten Jahren werden hier wohl mehr E-Autos stehen – von Händlerseite werden hierbei hohe Absatzauflagen erwartet. Diese Phase sei eine große Herausforderung, denn man befürchte als Autohaus im Zweifel den Verkauf bezuschussen zu müssen, um die gewünschten Verkaufszahlen zu erreichen. In Zukunft, so Herr Groß, müsse man den Weg zur Reduzierung von Co² Emissionen in der Automobilindustrie gemeinsam finden. Er appellierte hierbei auch an eine politische Lösung. Landrat Wolfgang Schuster fügte hinzu: „Der Kreis hat mittlerweile seinen Fuhrpark schon mit einigen Hybridwagen ausgestattet und wird die Umrüstung auf E-Mobilität fortsetzen, dabei aber weiterhin gerne mit den örtlichen Autohäusern zusammenarbeiten.“

Wolfram Dette erkundigte sich, ob die Konkurrenz zu Onlineanbietern und Gebrauchtwagen-Portalen noch immer eine große Rolle spiele und wie die Preisvorgaben der Hersteller sich auf das Geschäft auswirken. Herr Groß bestätigte, dass Onlineangebote und die Preisvorgaben der Hersteller von potentiellen Kunden recherchiert werden. Das führe zu einer hohen Erwartungshaltung bezüglich der Preise, die Familienbetriebe nicht immer halten können - man müsse schließlich auch wirtschaftlich arbeiten. Bei den aktuellen Preisvorgaben der Hersteller bleibe oft nur eine Umsatzrendite von weniger als 3%: „Wir sind da als Autohaus an der kurzen Leine, sehr an die Händler gebunden und fühlen uns manchmal eher als Franchise-Filiale“, so der Geschäftsführer. Abschließend wies Herr Groß darauf hin, dass auch im KFZ-Handwerk die Gewinnung von Mitarbeitern und vor allem von Auszubildenden eine Herausforderung sei, wenn auch noch nicht so ausgeprägt, wie in anderen Gewerken. Autoberufe seien bei jungen Menschen grundsätzlich noch attraktiv. Man müsse dennoch verstärkt gemeinsam an Image und Prestige des Handwerks arbeiten. Ein Umstand, dem die Wirtschaftsdelegation nur zustimmen kann. Nicht umsonst werbe das Handwerk schon jetzt intensiv in den Schulen für die attraktiven Ausbildungs- und Karriere-Möglichkeiten im Handwerk, so Kreishandwerksmeister Jeschke.

Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill

In der Wirtschaftsdelegation sind vertreten: Lahn-Dill-Kreis (LDK), Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill (IHK), Kreishandwerkerschaft (KH); Handwerkskammer (HWK), Arbeitsagentur Wetzlar-Weilburg sowie die / der jeweilige Bürgermeisterin / Bürgermeister. Die Delegationsmitglieder besuchen – oft mit weiteren Gästen aus Politik und Verwaltung – regelmäßig (ca. 1 x im Monat) Unternehmen der Region, um sich über die aktuelle wirtschaftliche Lage der unterschiedlichen Branchen, wie Industrie und Handwerk zu erkundigen.

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