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Der Arbeitsmarkt im Februar 2019

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich im Februar unterschiedlich.

Arbeitslosenquote sinkt im Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent . Zum Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 468 Arbeitslose weniger . LDK: 184 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 471 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 26 Arbeitslose weniger als im Januar, drei mehr als im Vorjahr . Weiterer Beschäftigungsaufbau in beiden Landkreisen

 

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Februar 2019 insgesamt 11.285 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,9 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Januar lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.495, die Arbeitslosenquote betrug 5,0 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.753 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote lag seinerzeit bei 5,1 Prozent.

 

Von den insgesamt 11.285 arbeitslosen Personen waren 3.999 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.552 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.734 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

 

"Im Februar entwickelte sich der Arbeitsmarkt in den beiden Landkreisen Limburg-Weilburg und Lahn-Dill unterschiedlich. Weil zum statistischen Zähltag Mitte Februar noch winterliche Temperaturen Einfluss auf viele Baugewerken nahmen, gab es im vergleichsweise stark handwerklich geprägten Landkreis Limburg-Weilburg noch relativ wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. In der Folge veränderten sich die Arbeitslosenzahlen nur marginal. Anders im Lahn-Dill-Kreis: Hier ging die Arbeitslosigkeit sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich deutlich zurück. Dass eine hochindustrialisierte Region allerdings auch anfällig ist, weil bei Werksschließungen oder Personalabbau häufig Arbeitsplätze im dreistelligen Bereich verlorengehen, haben wir in den letzten Tagen rund um Herborn und Dillenburg schmerzlich erfahren müssen", resümiert Angelika Berbuir das Arbeitsmarktgeschehen für den zurückliegenden Monat. Dennoch schaut die Agenturchefin positiv in die Zukunft. "Natürlich ist es für den Arbeitsmarkt leichter verkraftbar, wenn zwischen der Ankündigung eines größeren Personalabbaus und den tatsächlichen Freisetzungen ein entsprechender Zeitkorridor zur Verfügung steht, um die individuellen Eingliederungschancen durch Anpassungsqualifizierungen oder Flexibilisierungen nachhaltig zu verbessern. Auf diese Weise blieb der Arbeitsmarkt durch die Schließung eines Pharmaunternehmens in Limburg im letzten Jahr relativ unbeschadet, obwohl 800 Arbeitsplätze zur Disposition standen. Wir gehen aber davon aus, dass es auch für viele Betroffene im Nordkreis mittelfristig tragbare Lösungen geben wird. Dies gilt in besonderer Weise für Fachkräfte im gewerblich-technischen Bereich. Wir werden aber auch gemeinsam mit den geringqualifizierten Betroffenen entsprechende Qualifizierungsmöglichkeiten herausarbeiten, um ihnen den Wiedereinstieg zu ermöglichen", so die Agenturchefin abschließend.

 

 

Lahn-Dill-Kreis:

 

 

 

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 5,0 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert vom Januar. Im Februar 2018 betrug die Quote 5,3 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.868 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 184 weniger als im Januar (-2,6 Prozent) und 471 weniger als vor einem Jahr (-6,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,1 Prozent. 6.975 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

 

 

 

Im aktuellen Monat wurden 31,1 Prozent (2.134 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 50 Personen (-2,3 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 36 Arbeitslose (-1,7 Prozent) gesunken. 68,9 Prozent (4.734 Personen) aller Arbeitslosen waren im Februar beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 134 Arbeitslosen (-2,8 Prozent). Gegenüber Februar 2018 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 435 Personen reduziert (-8,4 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.908 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.068 Arbeitslose gemeldet.

 

 

 

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 47 auf 3.876 Arbeitslose (-1,2 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 137 Personen auf 2.992 Betroffene (-4,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 259 Arbeitslose (-6,3 Prozent) ab, bei den Frauen sank sie um 212 Arbeitslose (-6,6 Prozent). 2018 waren jahresdurchschnittlich 3.774 Männer und 3.201 Frauen arbeitslos gemeldet.

 

 

 

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 8 Personen oder 1,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Februar 2018 hat sie sich um 134 Personen (-17,4 Prozent) reduziert. Aktuell sind 634 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 678 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

 

 

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.306 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 76 Personen (-3,2 Prozent) ab. Gegenüber Februar letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 178 ältere Arbeitslosen (-7,2 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.343 ältere Arbeitslose gemeldet.

 

 

 

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Februar im Lahn-Dill-Kreis bei 695 Personen und damit um 28 Betroffene oder 3,9 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Februar 2018 war ein Rückgang von 44 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-6,0 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 714 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

 

 

 

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.354 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 13 arbeitslose Ausländer weniger als im Januar (-0,5 Prozent) sowie 74 mehr (+3,2 Prozent) als im Januar letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 2.293 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

 

 

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat deutlich unter dem Vorjahresniveau. 627 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 264 Stellen oder 29,6 Prozent gegenüber Februar 2018. 2018 wurden insgesamt 6.603 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

 

 

 

 

Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

 

 

 

 

 

 

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