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Dichtes Netz an Institutionen unterstützt Wirtschaft im Lahn-Dill-Kreis

Verwaltungen, Verbände, Vertretungen: Unablässig rotieren die Zahnräder

 Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Es ist kein Geheimnis: Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurden nach Hause geschickt oder sind in Kurzarbeit, viele Selbstständige können gerade nicht arbeiten. Auch die Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises hat geschlossen und den Kundenkontakt stark eingeschränkt. Doch die Mühlräder der Institutionen drehen sich gerade auf Hochtouren, denn die Pandemie hält sie alle auf Trab, die Telefone stehen nicht still. Unzählige Ratsuchende aus der Wirtschaft wenden sich an Verwaltungen, Verbände, Vertretungen und Banken. Die Themen sind unterschiedlich, die Anrufer sind mal Arbeitnehmer, mal Arbeitgeber, mal Selbstständige. Das Bindeglied ist immer gleich: Die Krise ist da, Hilfe wird gebraucht. Die Angerufenen helfen – aus dem Office oder aus dem Home-Office.

 „Wir haben bereits in der Wirtschaftskrise 2009 die Erfahrung gemacht, dass interinstitutioneller Austausch im Krisenmanagement überlebenswichtig ist. Aber vor elf Jahren konnten wir uns treffen. Jetzt müssen sich viele umgewöhnen: Aus Sicherheitsgründen führen wir Video- und Telefonkonferenzen durch anstatt uns zusammenzusetzen. Doch auch hier profitieren wir von den Strukturen, die wir in der Vergangenheit geschaffen und seitdem aufrechterhalten haben. Wir sind handlungsfähig“, bekräftigt Landrat Wolfgang Schuster.

 

Alle Institutionen sind mit Krisenmanagement beschäftigt

Zum kurzfristig anberaumten Wirtschaftsdialog am 30. März 2020 schalteten sich die Eingeladenen per Videochat oder Telefon dazu. Arbeitsagentur und Jobcenter verzeichnen einen starken Anstieg an Anträgen und erfassen zu Spitzenzeiten hunderte Anrufe – pro Sekunde. Kammern und andere Vertretungen beraten unablässig zu den Themen Soforthilfen, Kurzarbeit, Ladenschließungen und anderen Hilfsangeboten. Private Banken sowie die Landesbank informieren über aktuelle Bedarfe und bieten passgenaue Produkte an. Arbeitnehmervertretungen berichten über die Situation der Beschäftigten und geben konstruktive Vorschläge ab. Kommunen prüfen Stundungsregelungen und tun alles, um die kritische Infrastruktur zu erhalten. Bundes-, Land- und Kreistagsabgeordnete hören aufmerksam zu, berichten aus den Gremien und halten den Kontakt zu allen legislativen Ebenen aufrecht. Das Regierungspräsidium Gießen unterstützt das Regierungspräsidium in Kassel, bei dem die Anträge auf Soforthilfe für Unternehmen online gestellt werden können, mit über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Kurzum: Alle Institutionen arbeiten auf Hochtouren am Krisenmanagement.

 „Wir dürfen unsere Augen nicht davor verschließen, dass die wirtschaftliche Lage an Lahn und Dill wie überall in Deutschland mehr als ernst ist“, so Wolfram Dette, Wirtschaftsdezernent des Lahn-Dill-Kreises. „An dieser Stelle müssen wir unter erschwerten Bedingungen unter hoher Geschwindigkeit miteinander kommunizieren, um Maßnahmen erstens entsprechend der Bedarfe zu gestalten, zweitens genau zur richtigen Zeit zu ermöglichen und drittens umfassend und übersichtlich alle Beteiligten wissen zu lassen, welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen!“

 Und genau das tun die Institutionen jetzt. In einem dichten Netz tauschen sie Informationen aus, bringen sich über Regelungen und Möglichkeiten auf den neuesten Stand, greifen zum Hörer oder aktivieren die Webcam, um bestmöglich arbeiten zu können. Denn viele Informationen sind in diesen Tagen schnell überholt, aber die Menschen in den Institutionen müssen über alle Möglichkeiten Bescheid wissen. Umgekehrt vermitteln sie die Bedarfe der Wirtschaftsteilnehmer an die Entscheider in der Politik weiter.

 „Ich möchte mich an dieser Stelle auch einmal bei den vielen Menschen bedanken, die in den Institutionen unermüdlich daran arbeiten, dass Wirtschaft und Gesellschaft die Krise so gut wie nur irgend möglich überstehen“, so Landrat Wolfgang Schuster. „Ich weiß, für unsere Unternehmen und deren Angestellte wird es hart. Wir unterstützen so gut wie wir können. Dies erfordert das höchste Maß an Zusammenarbeit. Dafür sage ich zu allen Institutionen, allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, allen Unternehmen und allen Selbstständigen: Danke! Ohne euch geht es nicht.“

 Eine Übersicht zu Unterstützungsmöglichkeiten und Beratungsangeboten gibt es unter folgendem Link: www.wirtschaftsregion-lahn-dill.de/corona.

 Aktuelle und gesicherte Informationen zum Corona-Virus im Lahn-Dill-Kreis sind zentral auf www.lahn-dill-kreis.de/corona zu finden.

Kontakt

Anselme Champollion

Leitung Wirtschaftsförderung Lahn-Dill-Kreis

Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

06441 407-1222
anselme.champollion@lahn-...