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Überbrückungshilfe startet am 10. Juli

IHK Lahn-Dill richtet Beratungshotline ein

Die IHK Lahn-Dill begrüßt den Start der Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und hat eine Hotline für ihre Mitgliedsunternehmen eingerichtet. Unter der Nummer 02771-842-1111 oder 06441-9448-2222 beantworten die IHK-Experten von Montag bis Freitag zwischen 7:45 und 16:30 Uhr alle Fragen rund um die Antragsstellung.

Die Hilfe soll branchenübergreifend gewährt werden, wenn KMU ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. „Für die betroffenen Unternehmen und Soloselbstständigen zählt jeder Tag. Sie können nicht länger warten, für viele Betriebe geht es noch immer um die Existenz. Die Abstimmung zwischen Bund und Ländern hat, anders als zu Beginn der Krise, lange gedauert. Bei den hessischen IHKs haben sich daher zuletzt die Nachfragen Betroffener gehäuft“, sagt Eberhard Flammer, Präsident der IHK Lahn-Dill und des Hessischen Industrie- und Handelskammertages. Flammer mahnt an, die Hilfe so schnell wie möglich und unbürokratisch auszuzahlen.

„Vor allem Betriebe im Veranstaltungsbereich, aber auch Schausteller und Diskotheken leiden noch länger unter Einschränkungen, hohen Auflagen und massiven Umsatzausfällen. Die branchenübergreifende Überbrückungshilfe ist für sie entscheidend, denn mit Krediten lassen sich verpasste Umsätze vielfach nicht bewältigen. Die Überbrückungshilfe hilft diesen vor Corona kerngesunden Betrieben beim Überleben“, so Flammer weiter. „Die Zuschüsse sind bislang auf die Monate Juni bis August befristet. Wir werden daher zeitnah bewerten müssen, ob für einzelne Bereiche der Wirtschaft nicht auch eine Fortführung über diesen Zeitraum hinaus notwendig ist.“

Die hessische Wirtschaft sieht den konjunkturellen Abwärtstrend langsam auslaufen, erwartet aber eine langwierige Erholung vom Corona-Schock. Nur ein Drittel der hessischen Unternehmen rechnet noch 2020 mit einer Rückkehr zur Normalität ihrer Geschäfte.

„Die derzeitige Lage ist fragil. Die Politik sollte in dieser Situation dringend auf unnötige Belastungen für die Wirtschaft verzichten. Gesetzgebungsvorhaben wie das Lieferkettengesetz oder Unternehmensstrafrecht sollten kritisch hinterfragt werden. Noch mehr Belastungen kann die mittelständische Wirtschaft kaum schultern“, hebt Flammer hervor.

Der Maximalbetrag der Überbrückungshilfe beträgt 150.000 Euro für drei Monate und soll den Besonderheiten stark betroffener Branchen Rechnung tragen. Dies sind unter anderem Unternehmen der Veranstaltungslogistik, des Caterings und der Veranstaltung von Messen, Reisebüros und Reisebusunternehmen, das Hotel- und Gaststättengewerbe, Kneipen, Clubs und Bars, Schausteller, Jugendherbergen, Schullandheime, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Profisportvereine der unteren Ligen.

Kreiswirtschaftsdezernent Wolfram Dette fordert die anspruchsberechtigten Betriebe auf, diese Chance zur Stärkung ihrer Liquidität durch die Nutzung der Überbrückungshilfe wahrzunehmen. "Ziel aller staatlichen Maßnahmen muss es sein, dass auch im Lahn-Dill-Kreis möglichst alle bisher erfolgreichen Betriebe auch die aktuelle Corona-Krise überleben und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten bleiben", so Dette. Die Wirtschaftsförderung des Lahn-Dill-Kreises unterstütze - ebenso wie IHK und Kreishandwerkerschaft - die heimischen Unternehmen bei möglichen Fragen rund um die neuen Überbrückungshilfen.

Kontakt

Anselme Champollion

Leitung Wirtschaftsförderung Lahn-Dill-Kreis

Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

06441 407-1222
anselme.champollion@lahn-...