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Zahl der Handwerksbetriebe deutlich gestiegen

Erstmalig über 26.000 Betriebe im Kammerbezirk

Die Zahl der Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Wiesbaden ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 waren insgesamt 26.355 Betriebe in der Handwerksrolle der Handwerkskammer Wiesbaden eingetragen. Dies entspricht einer Zunahme von 1,9 Prozent oder 495 Betrieben im Vergleich zum Ende des Vorjahres. Ursächlich für diesen Anstieg sind die großen Zuwächse bei den zulassungsfreien Handwerken mit einem Plus von 349 Betrieben (+ 4,7 Prozent) und bei den handwerksähnlichen Gewerken mit einem Anstieg um 175 Betriebe (+4,4 Prozent). Umgekehrt gab es bei den zulassungspflichtigen Handwerken einen leichten Rückgang von 29 Betrieben (-0,2 Prozent). 

„Der deutliche Zuwachs bei den Betriebszahlen insgesamt ist natürlich erfreulich. Dass es bei den zulassungspflichtigen Handwerken allerdings wieder einen leichten Rückgang gibt, ist eine Entwicklung, die nachdenklich stimmt“, so Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. Schließlich seien es die meistergeführten Betriebe, die in erster Linie ausbilden und somit das duale Ausbildungssystem stützen. Zuversichtlich stimme ihn, dass bei der Meisterfeier am 1. Februar im Wiesbadener Kurhaus mehr als 400 junge Meisterinnen und Meister ihre Meisterbriefe erhalten, von denen hoffentlich viele den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. 

Mehr Dachdecker und Gebäudereiniger, weniger Bäcker

Mundschenk zufolge seien die stärksten Rückgänge bei den zulassungspflichtigen Handwerken bei den Informationstechnikern (-17) und Bäckern (-13) zu verzeichnen. Demgegenüber gab es den stärksten Zuwachs bei den Bauberufen wie Dachdecker (+17) und Maurer und Betonbauer (+10). Bei den zulassungsfreien Gewerken gab es bei  den Gebäudereinigern mit einem Plus von 81 Betrieben einen regelrechten Boom. Bei den handwerksähnlichen Gewerken nahm die Zahl der Kosmetiker stark zu (+152).

Deutliche regionale Unterschiede

Regional betrachtet gab es größere Unterschiede bei der Entwicklung der Betriebszahlen. Während es in den beiden mittelhessischen Landkreisen Gießen und Lahn-Dill deutliche Zuwächse von 3,3 bzw. 3,8 Prozent gab, stagnierte die Zahl der Handwerksbetriebe in der Landeshauptstadt Wiesbaden bzw. ging im Landkreis Limburg-Weilburg sogar leicht zurück (-0,2 Prozent).

Kontakt

Anselme Champollion

Leitung Wirtschaftsförderung Lahn-Dill-Kreis

Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

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